Wo ist denn hier der Notausgang?
Eschweiler. Die große Brandkatastrophe in Crans-Montana (Schweiz) hat die ganze Welt betroffen gemacht. Wie bis jetzt bekannt, lösten Sprühfontänen, die an Champagnerflaschen befestigt waren, einen Deckenbrand in der Kellerbar des Nachtlokals „Le Constellation“ aus.
Ein anschließender „Flash Over“ ließ vielen keine Zeit zur Flucht und es gab 40 Tote und 115 Verletzte. Mittlerweile wird auch ein schwerstverletztes Brandopfer in Aachen behandelt.
Nach solchen Ereignissen wird sofort gefragt: wer ist schuld – hätte das verhindert werden können – gab es keine Kontrollen für den Brandschutz?
Wenn man in Eschweiler und Umgebung als Gast ein Lokal oder eine Bar besucht, fühlt man sich in Bezug auf den Brandschutz relativ sicher. Denn oft hat man Berichte und die Klagen der Wirte aus der Gastronomie gehört, wie streng die Brandschutzverordnungen in NRW sind.
So muss das Material von Decken, Wänden und Einrichtung schwer entflammbar sein. Alle Abzüge, Abzugshauben und Fettrinnen müssen regelmäßig gereinigt werden. Es müssen, neben Schaum und Wasserlöschern auch Feuerlöscher der „Klasse F“ für Fettbrände vorhanden sein.
Rettungswege und Notausgänge dürfen nicht blockiert werden und Brandschutztüren müssen geschlossen sein.
Dazu soll das Personal eine Brandschutzhelferschulung absolviert haben bei der, neben der Handhabung der Feuerlöscher, auch der Umgang mit entstehender Panik gelehrt wird. Diese Schulung ist besonders wichtig. Denn selbst mancher Stammgast ist überfordert bei der Frage wo die Notausgänge und Feuerlöscher sind.
Angesichts der Katastrophe in Crans - Montana machen diese strengen Vorschriften sehr viel Sinn.
Interessant wäre jetzt zu wissen, wie oft der Brandschutz in Eschweiler nach einer genehmigten Eröffnung im laufenden Betrieb dann kontrolliert wird und ob bei einem Betreiberwechsel, mit Umbaumaßnahmen, dies ebenfalls passiert? Wir werden nachfragen …!
Gaby Römers