03.02.2026
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Pressemitteilung

Studierende entwickeln innovative Ideen für kompaktes und nachhaltiges Wohnen in Eschweiler

Preisverleihung zum 14. Architekturwettbewerb am „Ochsenweidchen“

Der 14. Architekturwettbewerb der Sparkassen Immobilien GmbH (S-Immo) in Kooperation mit der Fachhochschule Aachen ist nun erfolgreich zu Ende gegangen.

Im Mittelpunkt stand die städtebauliche und architektonische Entwicklung des Areals „Ochsenweidchen“ – einer rund 2,3 Hektar großen, bislang überwiegend unbebauten Fläche an der Grachtstraße in Eschweiler. Hier soll in zentraler Lage künftig ein zukunftsweisendes, zentrumnahes Wohnquartier entstehen.
Unter dem Motto „Less is more – kompakt wohnen am Ochsenweidchen“ erarbeiteten 16 Bachelorstudierende der FH Aachen Entwürfe für ein flächensparendes, ökologisches und zugleich lebenswertes Wohngebiet. Ziel war es, verdichteten Wohnraum zu schaffen, ohne jedoch auf Aufenthaltsqualität, architektonischen Anspruch und Nachhaltigkeit zu verzichten.

„Der Wettbewerb bietet den Studierenden eine hervorragende Möglichkeit, sich mit einer realen städtebaulichen Aufgabe auseinanderzusetzen und wertvolle Praxiserfahrung zu sammeln. Das ist unser Ziel mit diesem Wettbewerb“, betonte Dietmar Röhrig, Geschäftsführer der S-Immo. „Außerdem bringen wir damit frische Ideen für die Stadtplanung in die Gemeinden der Region. Dass die Stadt Eschweiler erneut als Wettbewerbsstandort gewonnen werden konnte, freut uns sehr“.
 
Mara Brandt, Gewinnerin des ersten Preises, sieht einen entscheidenden Mehrwert für ihr Studium: „Solche Wettbewerbe sind ein großer Anreiz, weil sie sehr nah an der architektonischen Realität sind. Auch im Berufsleben spielen Wettbewerbe eine zentrale Rolle. Besonders wichtig ist es zu lernen, wie man ein Konzept so vermittelt, dass es für Menschen außerhalb der Hochschule verständlich wird – mit möglichst wenigen, aber aussagekräftigen Plänen.“
Auch die Aufgabenstellung selbst sei anspruchsvoll gewesen, so Brandt weiter. Das Areal habe sich zunächst als „große, grüne Wiese“ präsentiert. „Gerade das war die Herausforderung: aus einem offenen Gebiet möglichst viel herauszuholen und den Ort durch Gestaltung und Struktur aufzuwerten.“
Die Jury zeigte sich von der Qualität und Innovationskraft der Arbeiten überzeugt. Achim Vogelheim, Technischer Beigeordneter der Stadt Eschweiler und Jurymitglied, betonte den Mehrwert der Entwürfe für die kommunale Entwicklung:
„Die Arbeiten zeigen eine hohe Innovationskraft. Für uns als Stadt ist das besonders wertvoll, weil hier Ideen vorgestellt werden, die in Eschweiler so bislang noch nicht umgesetzt wurden. Solche Entwürfe können helfen, den Blick für neue Wohn- und Gestaltungsformen zu öffnen.“

Gerade im Hinblick auf die innere Erschließung und Nutzung bislang wenig wahrgenommener Flächen böten die Konzepte neue Perspektiven. „Es gibt in solchen Quartieren oft Grün- oder Innenhofbereiche, die kaum wahrgenommen werden. Die Entwürfe zeigen, welches Potenzial darin steckt und welchen Mehrwert man für die Menschen schaffen kann – auch in einem Areal, das historisch eher industriell geprägt ist“, so Vogelheim. Auch wenn nicht alle Konzepte eins zu eins umgesetzt werden könnten, seien viele Ideen übertragbar und könnten auch an anderer Stelle Impulse für zukünftige Projekte liefern.
Begleitet wurde der Wettbewerb von Prof. Ulrich Eckey (FH Aachen).

Über die Preisvergabe entschied eine Fachjury unter Vorsitz von Prof. Horst Fischer (Architekt BDA). Ihr gehörten außerdem an: Regina von Holtum-Csukas, Teamleiterin Grundstücksentwicklung S-Immo Aachen, Florian Schoop (Leiter des Planungsamtes der Stadt Eschweiler), Achim Vogelheim, Technischer Beigeordneter Stadt Eschweiler sowie Prof. Norbert Kloeters (FH Aachen)
Mit dem, für die kommenden Monate geplanten Abriss der ehemaligen Unterkunft für Wohnungslose an der Eschweiler Grachtstraße, werden nun die Voraussetzungen geschaffen, die weitere Entwicklung des „Ochsenweidchens“ voranzutreiben. Die ausgezeichneten Arbeiten sollen als Impuls und Grundlage für die weitere städtebauliche Planung dienen.

red

Preisträgerinnen und Preisträger:

  • 1. Preis: Mara Brandt – 1.000 Euro
  • 2. Preis: Mats Harveneth – 700 Euro
  • 3. Preis: Hanna Bossier – 500 Euro
  • 4. Preis: Justyna Kwasniak – 350 Euro
  • Ankauf: Jonas Augsten – 250 Euro
  • Ankauf: Halda Nuzlia – 250 Euro