02.07.2026
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Der Stau lässt grüßen – Umbau der Brücke am Bushof steht bevor

Eschweiler. Beim Ausschuss für Stadtplanung, Umwelt und Mobilität sorgte der geplante und nötige Umbau der Brücke am Eschweiler Bushof für große Bedenken. Dieser wichtige Verkehrsknotenpunkt liegt auf der Kreisstraße 33, was bedeutet, die gesetzliche Straßenbaulast für die Sanierung und den geplante Radwegeausbau auf der Brücke liegt bei der Städte Region Aachen und nicht bei der Stadt Eschweiler.

Daher stellten nun zwei Vertreter der StädteRegion im Ausschuss die Planung dieses Projektes vor.  Die gesamte Sanierung - und Umbauphase wird mit 9 Monaten angegeben.

Starten könnte die Sanierung schon im Juli 2026. Dabei wird die Zufahrtsmöglichkeit für Einsatzfahrzeuge zum Krankenhaus jederzeit gewährleistet sein. Der übrige Auto- und Busverkehr kann die Brücke mit Einschränkung (Baustellenampel) nutzen. Lediglich zum Auftragen der Asphaltdecke wird es eine kurzzeitige Vollsperrung mit Ausnahme für den Rettungsdienst geben.

Eine zusätzliche Umleitung über die Steinstraße wird eingerichtet. Ergänzend wird eine Umfahrung aus Richtung Stolberg über die L238 ausgeschildert.

Bei der Sanierung ist von der StädteRegion geplant:

  • Die Autofahrspuren auf 4 Spuren zu reduzieren.
  • Auf den freigewordenen Flächen Radwege anzulegen.
  • Eine Optimierung der Ampelanlage mit ineinandergreifenden Grünphasen, um Rückstaus auf Grund der Fahrbahnreduzierung zu verhindern.

Obwohl die Planung mit der StädteRegion, der Stadt Eschweiler und der Aseag abgestimmt wurde, wird die vorgeschlagene Straßenplanung zwischen der Stadt Eschweiler und der StädteRegion kontrovers bewertet. Knackpunkte sind die Fahrbahnreduzierung und das bewusste Leiten des Radverkehrs über die Brücke. Die Stadt sieht hier an diesem wichtigen Knotenpunkt mit dieser Planung die Gefahr eines Verkehrskollaps, den auch eine neu koordinierte Ampelführung nicht verhindern kann.

Wer täglich die Strecke Innenstadt - Dürwiß benutzt, weiß was gemeint ist. Morgens und abends bildet sich hier zur Kochsgasse hin immer ein Rückstau, wo manch einer sich mitten auf der Kreuzung wiederfindet. Da ist der Fahrradfahrer doch einer erheblichen Gefahr ausgesetzt. Was durch Radwege ja eigentlich vermieden werden soll.

So favorisierte Aaron Möller, SPD, eine Radverkehrsführung von der Kochsgasse kommend über die Brücke zur Englerthstraße und von dort aus zum Langwahn. Damit könnte der Radfahrer den konfliktreichen Verkehrsraum auf der Brücke am Bushof umfahren und diese könnte weiterhin fünfspurig genutzt werden.

Leider wurde dieser Vorschlag nicht angenommen. Ob es an den Fördergeldern liegt, die die StädteRegion für das Anlegen von diesen Fahrradwegen, die als Lückenschluss in der Radverkehrsführung gelten, beantragen kann? Als Gesamtkosten werden ja stattliche 1,5 Millionen Euro genannt.

Oder kennt die StädteRegion nicht so wirklich die Situation vor Ort? Dass die Dechant Deckers Straße eine Durchfahrt hat, war den Herren von der StädteRegion bei der Sitzung zum Beispiel nicht bekannt.

Da sieht der Eschweiler Bürger der Sanierung und ihren Folgen mit gemischten Gefühlen entgegen.

Gaby Römers