Patrick Nowicki ist neuer Bürgermeister!
Eschweiler. Nach der Stichwahl steht fest: Patrick Nowicki wird Nadine Leonhardt als Bürgermeister ablösen. Der 55-jährige Familienvater, in Eschweiler geboren, betritt damit die politische Bühne, um die Nachfolge im Rathaus anzutreten.
Seit Juli 2023 arbeitete Nowicki als Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der StädteRegion Aachen; zuvor war er Redakteur beim früheren Zeitungsverlag Aachen (heute Mediahuis Aachen) – zunächst in der StädteRegion, danach 17 Jahre in Eschweiler und später in Düren. Neben seiner Familie bezeichnet er Karneval als sein größtes Hobby.
Bereits 2020 trat er als parteiloser Kandidat mit Unterstützung von CDU und FDP an, konnte sich aber nicht durchsetzen. Jetzt hat er es geschafft. Als inzwischen offizielles CDU-Mitglied wurde er zum Bürgermeister gewählt.
In der Wahlkampfphase nahm Nowicki kein Blatt vor den Mund: Er kritisierte die aktuelle Situation in Eschweiler scharf. „Die Dauerbrache am Rathaus führt allen Menschen seit Jahren tagtäglich den Stillstand vor Augen. Jeden Menschen, dem unsere Stadt am Herzen liegt, schmerzt diese Entwicklung“, sagte er.
In seinen Ankündigungen betonte Nowicki, die Stadt wieder fokussiert voranzubringen, Transparenz zu zeigen und die Bürgerinnen und Bürger stärker in Entscheidungsprozesse einbinden zu wollen. Er plädierte für pragmatische Lösungen, klare Prioritäten und eine engere Verzahnung von Politik, Verwaltung und Bürgerschaft, um Eschweiler zukunftsfähig aufzustellen.
Bei der jetzigen Stichwahl konnte sich Herausforderer Patrick Nowicki (CDU) mit 62,87 % der Wählerstimmen durchsetzen gegen die Amtsinhaberin Nadine Leonhardt (SPD) (37,13 %). Die Wahlbeteiligung lag bei 43,96 %. Bei der Ratswahl war das Ergebnis schon vor 2 Wochen klar: Die CDU wird mit 32 % als größte Partei in den Stadtrat einziehen. Die SPD erreichte 28 %.
Der Amtswechsel erfolgt zu einem Zeitpunkt, in dem Eschweiler vor wachsenden Herausforderungen steht. Dazu gehören die Attraktivierung und der Ausbau des Wirtschaftsstandortes, der Strukturwandel mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze, Investitionen in die Infrastruktur, die Schaffung von Bildungschancen und bezahlbarem Wohnraum für Familien, Hochwasserschutz sowie die Steigerung der Attraktivität der Innenstadt – nicht nur im Hinblick auf Sauberkeit und Leerstände, sondern auch im Hinblick auf das Sicherheitsbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger. All dies geschieht vor dem Hintergrund begrenzter kommunaler Mittel.
Die Bürgerinnen und Bürger reagieren überwiegend erwartungsvoll auf die neue Führung. Ihre Forderung lautet klar: Handeln statt Stillstand – Eschweiler soll wieder vorankommen.
Ines Tiede