Eschweiler soll schöner werden
Eschweiler. Wer erinnert sich nicht an den riesigen Müllberg, der nach der großen Flut auf dem Driesch lagerte und von der Stadt entsorgt wurde?
Damals waren sich alle einig, Eschweiler neu und schöner aufzubauen – aber bereits bei der Altkleiderentsorgung sind alle guten Vorsätze vergessen.
Nach jedem Wochenende könnten die Mitarbeiter des zuständigen Entsorgungsunternehmen schier verzweifeln, wenn sie die Altkleidercontainer am Baubetriebshof Wasserwiese entleeren sollen.
Unmengen von Säcken mit Altkleidern, aber auch jede Menge anderer Müll finden sich vor dem Neben-Tor und den Containern des Baubetriebhofs.
Einen ganzen Tag muss aussortiert und entsorgt werden. Kuriosum am Rande: 2/3 der Container sind dabei leer.
Das heißt im Umkehrschluss: einer legt einfach was ab, und alle anderen schauen erst gar nicht mehr nach, ob wirklich alle Container voll sind - ist ja bequemer, einfach alles daneben zu stellen.
Es gibt drei Standorte für Altkleiderentsorgung: Baubetriebshof Wasserwiese, Recyclinghof Schümmer und Mülldeponie Warden. Alle sind gut erreichbar und völlig ausreichend.
Da fragt man sich, welcher Eschweiler Bürger räumt zu Hause auf und wirft allen anderen Eschweiler Bürgern dann seinen Müll vor die Füße?
Davon abgesehen ist das Ablegen vor einem Container illegale Müllentsorgung und strafbar. Bleibt nur zu hoffen, dass man den einen oder anderen erwischt und zur Verantwortung ziehen kann.
Denn Eschweiler soll schöner werden!
Gaby Römers