02.09.2025
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Pressemitteilung

Bauprojekt in Eschweiler: Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger im Fokus

Eschweiler. In der Ratssitzung am 3. September 2025 steht die Änderung des Bauprogramms am Knotenpunkt Röthgener Straße/Talstraße auf der Tagesordnung. Ratsmitglied Michael Cremer fordert in einem offenem Brief, dass die geplanten Baumaßnahmen nicht nur den Verkehr für Autos verbessern, sondern auch die Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern gewährleisten. Die Diskussion macht deutlich, wie wichtig die Berücksichtigung aller Verkehrsteilnehmer bei städtischen Bauprojekten ist.

red

Offener Brief

Ratssitzung 03.09.2025 TOP 8: Vorlage 230/25 – Hier: Änderung der Beschlussfassung

Sehr geehrte Frau Leonhardt,
 
zum Tagesordnungspunkt 8 (Vorlage 230/25) der Ratssitzung am 03.09.2025 beantragt die BASIS-Fraktion folgende Änderung der Beschlussfassung:
 
„Der Beschlussvorschlag („Den Änderungen des Bauprogramms gegenüber dem in den Vorlagen 069/08 und 397/08 vorgestellten Bauprogramm wird zugestimmt“) wird wie folgt ergänzt: „Die Zustimmung durch den Rat der Stadt Eschweiler erfolgt unter dem Vorbehalt, dass die Stadt Eschweiler und die Städteregion eine Lösung erarbeiten und umsetzen, die Radfahrern und Fußgängern eine sichere Passage des Einmündungsbereichs Röthgener Straße/Talstraße ermöglicht.“

Begründung: Die BASIS-Fraktion begrüßt ausdrücklich, dass der Knotenpunkt Röthgener Str./Langwahn/Talstr. nach vielen Jahren des Stillstands absehbar hergestellt werden kann.
Jedoch bestätigte der Technische Beigeordnete der Stadt, Herr Vogelheim, in der Sitzung des Planungsausschusses am 27.08.2025 auf Nachfrage der BASIS-Fraktion, dass sich durch die (Wieder-)Herstellung des genannten Bereichs keine Verbesserung der Situation für Radfahrer und Fußgänger ergibt. Insbesondere Radfahrer, die sich auf dem Radweg der Röthgener Straße in Richtung Langwahn bewegen, sind auch nach Fertigstellung der Baumaßnahme erheblich gefährdet, da sie vor der Einmündung Talstraße den Radweg verlassen und im fließenden Verkehr nach links in die Rechtsabbiege-Spur der Röthgener Straße einfädeln müssen. Sie sind also gezwungen, zeitgleich auf die Rechtsabbieger und die Geradeaus-Fahrer der Röthgener Straße, die Abbieger aus der Talstraße und die Linksabbieger vom Langwahn zu achten. Das Gleiche gilt umgekehrt für den (motorisierten) Verkehr auf den genannten Straßen: Auch diese Verkehrsteilnehmer müssen an unübersichtlicher Stelle alles im Blick haben, vor allem die Radfahrer.
 
Die BASIS-Fraktion sieht hier dringenden Handlungsbedarf und verweist an dieser Stelle ausdrücklich auf die in der Vorlage 230/25 zitierte Passage aus dem Straßen- und Wegegesetz NRW. Dort wird gefordert, dass „beim Bau und der Unterhaltung von Straßen […] die Belange der im Straßenverkehr besonders gefährdeten Personengruppen sowie des Rad- und Fußgängerverkehrs angemessen zu berücksichtigen [sind]“.
In der vorliegenden Planung ist dies nicht der Fall.

 
Michael Cremer, Ratsmitglied