09.02.2024
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Wievefastelovend in Eschweiler: On Tour mit Kevin I. und Jecke, die dem Regen trotzen

Am Donnerstag wurde mit „Wievefastelovend“ der Straßenkarneval auch in Eschweiler offiziell eröffnet. Ehe Bürgermeisterin Nadine Leonhardt zur Eröffnung mit Fassanstich inklusive Freibier ins Eschweiler Rathaus einlud, hatten Prinz Kevin I., Zeremonienmeister Christoph sowie Pagen, Prinzenbläser und Gefolge bereits drei Auftritte hinter sich.

On Tour mit dem Prinzen
So ging es am frühen Morgen zunächst zur Donnerbergkaserne zur Unteroffiziersheimgesellschaft. Die ließ das Frühstück mit den Narrenherrschern aus Eschweiler und Stolberg zurückkehren und so kam es zum jecken Aufeinandertreffen von Prinz Kevin I. und Prinz Julian I.. Für den Eschweiler Regenten ging es anschließend traditionell zum Besuch einer Grundschule. Die Kinder der Barbaraschule am Standort Stich freuten sich über Süßigkeiten und die Lieder. Nächster Halt war die Raiffeisen-Bank Eschweiler, die das Comeback des Zelttreibens auf dem Hof in der Franzstraße feierte. Dabei empfingen RB-Vorstand Sven Rehfisch und sein Team nicht nur den Prinzen. Auch verschiedene Karnevalsvereine zogen im Verlauf des Tages als Trecks und unter anderem mit musikalischer Begleitung zum Bankinstitut.

Im Rathaus folgte dann der große Fassanstich. Wie Regentropfen, unter die die Karnevalsjecken an diesem Tag „litten“, kamen die Besucher Stück für Stück und füllten bis 11:11 Uhr das Foyer. Bürgermeisterin Nadine Leonhardt und die Verwaltungsspitze luden das Prinzengespann zunächst zur kleinen Stärkung, ehe der Straßenkarneval dann offiziell mit dem Fassanstich eröffnet wurde. Zur Freude der Anwesenden präsentierte Kevin I. seine Lieder, und schon rief der weitere Auftrittsplan. Dabei wurden traditionsgemäß auch karitative Einrichtungen berücksichtigt. So erfreute der Narrenherrscher Pflegebedürftige im Senioren- und Betreuungszentrum der StädteRegion Aachen, Menschen mit Behinderung in den Caritas Betriebs- und Werkstätten sowie Kinder und Jugendliche im Haus St. Josef. Nachdem letzteres den Abschluss des offiziellen Prinzenprogramms an Altweiber gebildet und in der Prinzenhofburg der Ausklang des Gefolges stattgefunden hatte, nutzte der Narrenherrscher zu späterer Stunde mit seiner KG, der Lustigen Reserve, die Chance, für ein paar Stunden in „zivil“ den Straßenkarneval zu genießen.

Ein Höhepunkt war zuvor jedoch noch das „Jecke-Tön-Projekt“ vor der Sparkasse in der Marienstraße. Hier empfing Eschweilers Leiterin Renate Jansen sieben Mundart-Bands, die das musikalische Unterhaltungsprogramm gestalteten. Dazu gehörte aber ebenfalls Prinz Kevin I. mit „Danze“ und „Minge Verein“. Wie die Bürgermeisterin lud er auf der Bühne in der Marienstraße zum närrischen Frohsinn, während die Sparkasse eine Spende an das Karnevals-Komitee für die Durchführung des Rosenmontagszugs überreichte. Die musikliebenden Gäste trotzten den Regenschauern und feierten ausgelassen das „Jecke-Tön-Projekt“.

Jecke feiern
Dass Petrus an diesem Tag nicht im Sinne der Fastelovendsjecken agierte, war im Freien auch laut Polizei deutlich spürbar. Wie in anderen Städten feierten weniger Menschen als sonst auf den Straßen und drängten wohl stärker in die Gaststätten und Zelte. So freuten sich vor allem Äu’s Gasthaus Haus Lersch, das Zelt der Roten Funken auf dem Markt, aber auch der Glaspalast „Auto Koch“ in Hehlrath (organisiert von Ulk Hehlrath, Garderegiment Weiß-Rot und Onjekauchde Röhe) sowie der Altweiberball der Nothberger Burgwache über viele bunt kostümierte Jecke.

Manuel Hauck